Hundeosteopathie/ Katzenosteopathie

Dr. med. vet. Sonja Bystron

Ihre mobile Praxis für den Raum
Lübeck, Wismar und Schwerin

Eine ganzheit­liche und einfühlsame
Behandlungsmethode

Alles Leben ist Bewegung!

Was ist Osteopathie?

„Alles Leben ist Bewegung“ – A. T. Still

Die Osteopathie geht vom ganzheitlichen Zusammenspiel der Bewegungen aller Teile des Körpers aus – von Muskeln, Sehnen und Bändern über Knochen sowie Organen und Gefäßen bis hin zu jeder einzelnen Zelle im Körper. Viele kleine Störungen (z.B. Zerrungen, kleine Verletzungen etc.), die von außen auf den Körper treffen, werden ohne fremde Hilfe allein durch die Selbstheilungskräfte des Körpers reguliert. Dabei befindet sich der gesamte Körper in einem funktionellen Gleichgewicht.

„Dort wo Bewegung gestört ist, beginnt Krankheit“ – A. T. Still

Doch manchmal kann der Körper aus verschiedenen Gründen Störungen nicht mehr selbst regulieren. Dies zeigt sich in einer fehlenden Beweglichkeit, einer gestörten Eigenbewegung bestimmter Strukturen oder der Behinderung des freien Flusses der Körperflüssigkeiten. Durch diese Bewegungseinschränkungen kann es auf Dauer zu einer strukturellen Schädigung von Geweben (z.B. Arthrose) oder Organen kommen.

Da das Bindegewebe über den ganzen Körper hinweg untereinander in enger Verbindung steht, kann eine Bewegungseinschränkung  in einem Bereich des Körpers rein mechanisch eine Störung in einem anderen Körperbereich hervorrufen (z.B. Probleme im Magen-Darm-Trakt führen zu Rückenschmerzen).  In der osteopathischen Behandlung versucht man diese funktionellen Zusammenhänge zu berücksichtigen. Deshalb beschränkt sich die Behandlung in der Regel nicht auf den Ort des akuten Symptoms (z.B. Magenprobleme bei Rückenschmerzen).

„Finde es, richte es und überlasse es sich selbst“ – A. T. Still

Weit bevor eine Störung äußerlich als Krankheitssymptom erkennbar ist, kann diese im Gewebe durch geschulte Osteopathen gefunden werden. Der  Osteopath kann dabei kleinste Veränderungen im Körper wahrnehmen, die nicht mit normalen Untersuchungsmethoden wie Röntgen oder Ultraschall diagnostiziert werden können. Der Osteopath behandelt somit die funktionellen Störungen bevor diese in strukturelle Störungen (wie z.B. Arthrose) übergehen.

Die Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen und der Osteopath fühlt sich tief in das Gewebe hinein. Voraussetzung dafür sind genaue Kenntnisse der Anatomie, Physiologie und Pathologie. Durch kleine Impulse werden Spannungen im Körper gelöst und dieser wird dazu angeregt, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Ziel der osteopathischen Behandlung ist, wieder ein gutes funktionelles Gleichgewicht zu erreichen.

„Wenn alle Systeme des Körpers wohl geordnet sind, herrscht Gesundheit“ – A. T. Still

Die umfassende, tiefgreifende Wirkung der osteopathischen Behandlung ist unter anderem an der verbesserten Beweglichkeit, dem gesteigerten Lebensgefühl, der Vitalität und der Normalisierung von Stoffwechselprozessen zu erkennen. Gelingt es, Störungen frühzeitig zu ertasten und zu lösen, kann Gesundheit oftmals über lange Zeit erhalten werden.

Therapie­formen

In der Osteopathie unterscheidet man verschiedene Therapieformen, mit denen der Osteopath den ganzen Körper behandeln kann. Diese Behandlungsformen werden bei der Therapie oftmals miteinander kombiniert, so dass das Tier immer ganzheitlich behandelt und der Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht wird.

Durch Klicken auf die einzelnen Therapieformen erhalten Sie genauere Informationen darüber.

Die strukturelle Osteopathie ist am ehesten mit der manuellen Therapie oder der Chiropraktik vergleichbar. Ziel ist es, die Beweglichkeit in allen Gelenken wieder herzustellen. Dabei wird der gesamte Bewegungsapparat untersucht und mögliche Störungen (meist Blockaden) behandelt. Die Therapie erfolgt entweder durch sanftes Bewegen (Mobilisation) oder Auseinanderziehen (Traktion) des Gelenkes, manchmal ist aber auch eine schnelle, direkte Technik nötig (Manipulation). Zusätzlich wird meist mittels Weichteiltechniken das umliegende Gewebe (Muskeln, Bänder etc.) mit behandelt.

Was sind Blockaden?
Bei Blockaden handelt es sich um reversible Bewegungseinschränkungen in den Gelenken. Reflektorisch sind meistens auch die Muskeln, Faszien, Bänder oder die Haut verspannt. Blockaden an der Wirbelsäule haben auch einen Einfluss auf die inneren Organe (z.B. Harnträufeln bei Blockierungen im unteren Rückenbereich). Aber auch Erkrankungen der inneren Organe können andersrum eine Wirbelblockade auslösen.
Blockaden können spontan oder als Folge einer „falschen Bewegung“ entstehen. Auch durch Fehlbelastungen aufgrund struktureller (z.B. Arthrose, Hüftgelenksdysplasie) oder funktioneller (z.B. muskuläre Störungen) Erkrankungen können Blockaden auftreten.
Blockaden lassen sich nicht durch bildgebende Verfahren wie z.B. Röntgen nachweisen. Trotzdem ist es manchmal ratsam, ein Röntgenbild anzufertigen um strukturelle Schäden (z.B. Spondylose) zu erkennen und die Therapie dahingehend anzupassen.
Bei Kleintieren kann sich eine Blockade z.B. der Wirbelsäule in unterschiedlichen Symptomen äußern. Die häufigsten Symptome sind Schmerz, Fehlfunktionen und Bewegungs- oder Haltungsveränderungen.

Faszien sind gerade ein aktuelles Thema, dem sich immer mehr Therapeuten und Wissenschaftler, wie der Faszienforscher Dr. Robert Schleip aus Ulm, widmen. In der Osteopathie hat die Behandlung der Faszien ­jedoch schon immer eine große Rolle gespielt. Bereits der Begründer der Osteopathie, Andrew Taylor Still, ­postulierte 1874, dass alle körperlichen Strukturen und Systeme sich gegenseitig beeinflussen.

Das fasziale System verbindet alle anderen Systeme der Osteopathie (strukturell, viszeral, kraniosakral) miteinander!

Was sind Faszien?
Faszien bilden ein Netzwerk aus Bindegewebe, welches jede Struktur im Körper (Muskeln, Bänder, Knochen, Organe, Hirnhäute, Gefäße etc.) umgibt und miteinander verbindet. Dadurch ermöglichen sie die freie Beweglichkeit aller Organe und Strukturen innerhalb des Körpers.

Welche Funktionen haben Faszien?

  • sie erhalten die Struktur (z.B. Form eines Muskels) und dienen als Stütze im Körper
  • sie wirken als Stoßdämpfer und sind wichtig bei der Kraftübertragung
  • ohne Faszien bzw. ihre Elastizität wäre keine Bewegung möglich
  • Faszien transportieren Flüssigkeiten und haben somit eine ernährende Funktion
  • sie beinhalten Zellen des Immunsystems und besitzen zahlreiche Zellen zur Reizweiterleitung und Sinneswahrnehmung

Wie können Faszien beeinflusst werden?

  • Stress erhöht die Faszienspannung im Körper
  • Faszien reagieren auf Druck, Dehnung oder Muskelverspannung (z.B. bei Blockaden)
  • Faszien können verkleben (z.B. nach Operationen) oder verkürzen und verhärten (bei Bewegungsmangel, Schonhaltung)
  • durch das fasziale Netzwerk können sich Schmerzen und Verspannungen im Körper ausbreiten und an anderer Stelle wieder Symptome auslösen

Wie werden Faszien therapiert?
Der Osteopath erfühlt Spannungen der Faszien im gesamten Körper, die ihn zu Bewegungs- und Funktionsstörungen in einzelnen Körperbereichen führen. Diese werden dann mit dem Ziel der Verminderung der faszialen Spannung behandelt, um so Schmerzen zu lindern und die volle Funktion und Bewegung wieder herzustellen.
Es gibt einige (myo)fasziale Techniken, die von ganz sanft und kaum sichtbar über dynamisch mit großen Bewegungsamplituden bis zu intensiv und kraftvoll reichen. Oft werden die verschiedenen Techniken auch kombiniert, um so das bestmögliche Ergebnis zum Wohle des Patienten zu erreichen.
Die Osteopathie kann durch ihre spannungslösenden Techniken manchmal zunächst ungewohnt sein und sogar unterdrückte Gefühle zum Ausbruch bringen. Der therapeutische Impuls kann im Körper bis zu 3 Wochen weiterarbeiten. Es kann also sein, dass auch Ihr Tier in den ersten Tagen nach der Behandlung noch etwas anders läuft oder nicht so sehr belastbar ist. Bitte geben Sie ihm nach der Behandlung etwas Zeit, um sich an das neue Gefühl zu gewöhnen.

Die viszerale Osteopathie richtet ihren Schwerpunkt auf die Betrachtung der inneren Organe im Brust- und Bauchraum. Hierbei werden Spannungsänderungen sowohl in der Beweglichkeit der Organe zueinander (Mobilität), im Aufhängungssystem (durch Faszien und Bänder in der Brust- und Bauchhöhle) als auch in der Eigenbewegung (Motilität) der Organe ertastet und behandelt.

Was bedeutet Mobilität der Organe?
Die Mobilität beschreibt die Beweglichkeit der Organe in den jeweiligen Körperhöhlen und den sie einhüllenden oder stützenden faszialen Strukturen. Letztere können z.B. durch Operationen (Kastration, Fremdkörperoperation, etc.) verklebt oder durch andere Einflüsse (Erkrankungen, Parasiten, Traumata, etc.) verspannt und somit in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sein. Durch sanfte manuelle Techniken lassen sich Spannungen und leichte Verklebungen lösen.
Bestehen Verklebungen schon sehr lange und das Bindegewebe ist verhärtet (Bridenbildung), lassen sich diese strukturellen Veränderungen nicht mehr durch eine manuelle Therapie behandeln.

Was ist Motilität?
Die Motilität ist eine organspezifische Bewegung, die Ausdruck der Vitalität eines Organs ist. Diese kann bei der viszeralen Untersuchung mit den Händen erfühlt und durch eine spezifische Behandlung wieder regeneriert werden.

Die kraniosakrale Therapie geht auf den osteopathischen Arzt William Garner Sutherland (1873-1954) zurück. Sie bezieht sich dabei auf den Schädel (Kranium) als oberen Pol und dem Kreuzbein (Sakrum) als unteren Pol sowie den dazwischen aufgespannten Strukturen. Beide Pole bewegen sich synchron zueinander und folgen damit einer Eigenbewegung, die nicht identisch mit dem Blut- oder Atemrhythmus ist. Dieser so genannte primäre respiratorische Rhythmus (PAM oder CRI) ist ein am ganzen Körper fühlbarer Lebensrhythmus.

Was macht der Osteopath?
Bei der kraniosakralen Therapie arbeitet der Osteopath mit den verschiedenen Komponenten dieses Systems: Schädelknochen, Schädelnähte, Gehirn-, Rückenmarkshäute und -flüssigkeiten sowie den rhythmischen Bewegungen (PAM oder CRI) dieser Strukturen. Der Therapeut fühlt sich in das System und den Rhythmus hinein und verhilft ihm bei Abweichungen wieder zu einer Gesamtharmonie.

Was wird behandelt?
Durch die Behandlung können Störungen im gesamten Körper, auch auf emotionaler und mentaler Ebene, aufgelöst werden. Ebenfalls können akute Schädeldeformationen (z.B. nach Schwergeburten) und Bewegungseinschränkungen in der Wirbelsäule oder im Bereich des Kreuzbeines mit dieser Technik behandelt werden.